Kindle Paperwhite 2 Test

Rein äußerlich betrachtet unterscheidet sich der neue Kindle Paperwhite der nächsten Generation (Kindle Paperwhite 2) kaum von seinem Vorgängermodell. Allerdings stecken unter seinem schlichten Gehäuse ein paar interessante Neuerungen, die wir für Euch in unserem Kindle Paperwhite 2 Test genauer unter die Lupe genommen haben. Neben einer verbesserten Beleuchtung ist hier vor allem die neue E-Ink Carta Bildschirmtechnologie zu nennen, die Ihr bisher in keinem anderen eBook Reader finden könnt.

eBook Reader Testsieger 2014: der neue Kindle Paperwhite 2

Ob der neue Kindle tatsächlich hält, was er verspricht und ob er besser ist als sein Vorgänger, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Kindle Paperwhite 2 Test.

Design & Verarbeitung

Geliefert wird der neue Kindle Paperwhite der nächsten Generation, wie von Amazon gewohnt, in einer schlichten schwarzen Verpackung. Diese enthält neben dem Kindle selbst nur eine Schnellstartanleitung, ein Micro-USB-Kabel sowie die Garantiekarte. Wie schon erwähnt hat sich am Design der neuesten Kindle-Generation kaum etwas geändert: Das Gehäuse ist weiterhin in edlem Schwarz gehalten und die gesamte Oberfläche ist leicht angeraut, wodurch er besonders griffig wirkt und eine geringe Anfälligkeit für Fingerabdrücke zeigt. Abgesehen von einer leichten Änderung des Kindle-Logos unter dem Display und dem neuen Amazon-Logo auf der Rückseite, gleicht das Gehäuse dem des alten Kindle Paperwhite. Somit betragen die Abmessungen weiterhin 169 x 117 x 9,1 mm und nur das Gewicht hat sich minimal von 213 auf 206 Gramm verringert. Wie gehabt finden sich am unteren Geräterand ein Micro-USB-Anschluss sowie der Einschaltknopf. Die gesamte Verarbeitung ist vorbildlich und garantiert für ein langes Geräteleben.

Technik

Das Display des Kindle Paperwhite 2 misst nach wie vor 6 Zoll, besitzt die bekannte Auflösung von 1024 x 758 Pixeln und stellt bis zu 16 Graustufen dar. Die wirkliche Innovation verbirgt sich dagegen in der neuen E-Ink Carta Bildschirmtechnologie, die exklusiv und erstmals im Kindle Paperwhite verbaut wurde. Diese Technologie erhöht die Ablesbarkeit merklich durch verbesserte Kontrastwerte und eine höhere Reflektivität.

Speichertechnisch hat sich beim Kindle Paperwhite 2 nichts verändert. Wie beim Vorgänger stehen 2 GB interner Speicher zur Verfügung – von denen allerdings nur etwa 1,3 GB zur freien Verfügung stehen. Zwar lassen sich alle eBooks kostenlos in der Amazon Cloud speichern und auf den internen Speicher passen mehrere Hundert Bücher, gegen ein größeres Platzangebot oder einen Erweiterungssteckplatz wäre aber trotzdem nichts einzuwenden gewesen.

Formattechnisch unterstützt der Kindle Paperwhite 2 die Amazon-eigenen Formate AZW und AZW3 sowie PDF, TXT, PRC nativ und ungeschützte MOBI. Ebenfalls öffnen lassen sich DOC-, DOCX-, HTML-, BMP-, PNG-, JPG- und GIF-Dateien. Eine Unterstützung für das gängige epub-Format sucht Ihr allerdings auch bei dieser neuesten Kindle-Generation vergeblich.

Handhabung

Nach der einfachen Ersteinrichtung begrüßt der Kindle Paperwhite 2 Euch mit dem Startbildschirm. Dieser zeigt drei Buchcover sowie zusätzliche Buchempfehlungen von Amazon. Die Empfehlungen lassen sich glücklicherweise deaktivieren, wodurch Euch dann insgesamt sechs Cover in der Coveransicht angezeigt werden. Am oberen Bildschirmrand findet Ihr die Statusleiste mit dem Akkustand, der Uhrzeit und dem Verbindungsstatus. Über die darunter liegende Navigationsleiste habt Ihr Zugriff auf die weiteren Funktionen. Die gesamte Bedienung erfolgt über den kapazitiven Touchscreen, der dank des schnellen 1-GHz-Prozessors äußerst zügig reagiert.

Funktionen & Besonderheiten

Damit Ihr den Überblick nicht verliert, könnt Ihr Eure eBooks in sogenannten Sammlungen sortieren oder über die eingebaute Suchfunktion finden. Text lässt sich dabei einfach über die Bildschirmtastatur eingeben.

Beim Lesen könnt Ihr aus sechs verschiedenen Schriftarten Wählen und die Textgröße in acht Stufen Euren eigenen Bedürfnissen anpassen. Zusätzlich könnt Ihr die Schriftgröße auch über eine Pinch-To-Zoom-Geste verändern. Mittels der neuen Pageflip-Funktion könnt Ihr zudem auf einer anderen Buchsseite etwas nachschlagen, ohne dabei eure aktuelle Seite zu verlieren. Dazu müsst Ihr nur im unteren Bereich des Bildschirms nach oben wischen. Daraufhin öffnet sich ein kleineres Fenster mit der aktuellen Buchseite und einem Schieberegler. Über diesen Regler könnt Ihr schnell die Position im Buch verändern und etwas auf vorigen Seiten nachlesen.

Unbekannte Wörter könnt Ihr über das integrierte Wörterbuch nachschlagen. Dazu haltet Ihr einfach euren Finger eine Sekunde lang auf das gewünschte Wort. Alle nachgeschlagenen Wörter fügt der Kindle automatisch dem neuen Vokabeltrainer hinzu. Diesen könnt Ihr über das Optionsmenü oder die Hauptseite aufrufen.

Weiterhin bietet Euch der Paperwhite 2 eine Lesefortschrittsanzeige, echte Seitennummern sowie einen relativ gut funktionierenden Internetbrowser und einen PDF-Reader (allerdings ohne Reflow).

Video Testbericht

Mit Hilfe des Video Testberichts könnt ihr Euch ein noch besseres Bild vom aktuellen Kindle Paperwhite machen.

Fazit

Nach unserem Kindle Paperwhite 2 Test können wir sagen, dass der neue Kindle technisch gesehen der aktuell beste eBook Reader auf dem Markt ist. Die Kontrastwerte sind hervorragend und die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung wird derzeit von keinem anderen eBook Reader erreicht. Wenn Ihr noch keinen eBook Reader besitzt oder ein Modell ohne integrierte Beleuchtung, dann können wir Euch den neuen Kindle Paperwhite 2 nur wärmstens empfehlen. Solltet Ihr allerdings bereits den alten Kindle Paperwhite besitzen, dann ist ein Upgrade auf die neueste Version aus unserer Sicht nicht obligatorisch.

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