Kobo Aura Test

Der Kobo Aura ist der neueste E-Book-Reader des kanadischen E-Book Herstellers Kobo. Er erweitert das Premium-Segment von Kobo und soll nicht etwa der Nachfolger des Kobo Glo sein. Trotzdem unterscheiden sich die beiden Geräte technisch kaum voneinander: Weiterhin wird ein E-Ink Pearl Display verwendet, das durch die neue Wellenform-Technik aber weniger Ghosting produzieren soll. Der größte Unterschied zum Kobo Glo liegt in der Nutzung eines kapazitiven Touchscreens, der sich über die gesamte Gehäusefront erstreckt und den Kobo Aura eher wie ein Tablet und nicht wie einen E-Book-Reader wirken lässt.

Ob der neue Kobo Aura trotz oder gerade wegen seines eigenwilligen Designs als E-Book-Reader überzeugen kann, erfahrt Ihr in diesem ausführlichen Kobo Aura Test.

Kobo Aura eBook Reader im Test

Design & Verarbeitung

Beim Auspacken des Kobo Aura gibt es kaum Überraschungen. Wie von den meisten Herstellern gewohnt, findet sich neben dem Reader nur ein Micro-USB-Kabel sowie eine Schnellstartanleitung in der hochwertigen Verpackung. Dieser fast schon standardmäßig spartanische Lieferumfang täuscht aber nicht über das außergewöhnliche Äußere des Kobo Aura hinweg. Die Vorderseite ist vollkommen plan und besitzt dadurch eine ansprechende Haptik. Mit einem Formfaktor von 150 x 114 x 8,1 mm und einem Gewicht von 174 Gramm ist er derzeit zudem der kompakteste und leichteste 6 Zoll E-Book-Reader auf dem Markt.

Technik

Der Kobo Aura besitzt ein Standard E-Ink Pearl Display mit einer sichtbaren Auflösung von 1.014 x 758 Pixeln. Die fehlenden 10 Pixel in der Höhe sind bauformbedingt und resultieren nicht etwa aus der Verwendung einer besonderen Displayvariante. Wie die meisten anderen Geräte im Premiumbereich verfügt auch der Kobo Aura über eine lichtführende Schicht über dem Display, wodurch sich der Einsatz einer externen Beleuchtung erübrigt und der Schriftkontrast verbessert wird. Der interne Speicher von 4 GB reicht für ordentlich Lesestoff und kann bei Bedarf über eine Micro SD-Karte auf 32 GB erweitert werden. Der Kobo Aura unterstützt die Buchformate EBUP, PDF und MOBI und kann sowohl mit EPUB- als auch mit ADOBE-DRM umgehen. Die Textformate TXT, RTF und (X)HTML sowie Comics und Bilder in den Formtaten CBZ und CBR sowie JPEG, GIF, PNG und TIFF lassen sich ebenfalls verwenden.

Handhabung

Bevor wir in unserem Kobo Aura Test einen Blick auf das Hauptmenü werfen konnten, mussten wir einen Kobo-Account erstellen. Diese Zwangsregistrierung findet sich bei allen Kobo-Geräten und war deshalb nicht weiter verwunderlich. Die Ersteinrichtung sowie ein eventuelles Softwareupdate erfolgen dann mittels WLAN oder per USB-Kabel über den PC. Nachdem diese Prozedur überstanden ist, begrüßt Euch der Startbildschirm im Kacheldesign, der individuell angepasst werden kann. Die Menüführung ist aufgeräumt und steht dem ungetrübten Leseerlebnis nicht im Weg. Die Schriftdarstellung lässt sich über 10 vorinstallierte Schriftarten, individuelle Rand- und Zeilenabstände sowie unterschiedliche Schriftgrößen an Eure Bedürfnisse anpassen. Bei Bedarf könnt Ihr auch weitere Schriftarten installieren.

Funktionen & Besonderheiten

Durch langes Tippen auf ein Wort öffnet sich automatisch das Wörterbuch. Dieses wird direkt ober- oder unterhalb des Wortes eingeblendet und versorgt Euch mit der passenden Worterklärung. Leider lassen sich die Einstellungen der einzelnen Wörterbücher nicht ändern, wodurch immer zuerst das einsprachige Bedeutungswörterbuch ausgewählt wird. Erst mit zwei weiteren Klicks könnt Ihr das Übersetzungswörterbuch erreichen. Einfacher gestaltet sich die Eingabe von Notizen und Markierungen, die Kobo im Vergleich zu den Vorgängermodellen stark verbessert hat. Über die Read-it-Later Funktion könnt Ihr zudem Internetartikel auf dem PC für den Reader aufbereiten und per WLAN übertragen.

Kobo Aura Testvideo

In dem gut 15 Minuten langen Video könnt ihr Euch den eBook Reader Kobo Aura noch einmal genauer ansehen. So könnt Ihr Euch ein gutes Bild davon machen, ob der eReader für Euch in Frage kommt.

Fazit

Nach unserem ausführlichen Kobo Aura Test können wir sagen, dass der neue E-Book Reader des kanadischen Herstellers nicht nur durch sein besonderes Design zu überzeugen weiß. Zwar gibt es hier und dort kleinere Ecken und Kanten, letztendlich werdet Ihr den kompakten Kobo Aura aber nicht mehr so schnell aus der Hand geben wollen.