Kobo Touch Test

Seit einigen Monaten ist der eBook Reader des kanadischen Herstellers Kobo auch in Deutschland erhältlich. Bereits im Vorfeld wurde der Kobo Touch hochgelobt, er soll sehr benutzerfreundlich sein und viele Schriftbildanpassungen ermöglichen. Unsere Redaktion wollte die Aussagen überprüfen und hat für Euch den Kobo Touch Test durchgeführt.

Kobo Touch im Test

Die Verpackung des Kobo Readers ist sehr schlicht gehalten, darin befinden sich der Kobo eReader, ein Micro-USB Kabel sowie ein Quickstart Guide. Alle Extras müssen zusätzlich gekauft werden.

Das Design des Kobo eReaders ist futuristisch schlicht. Auf der Vorderseite befindet sich das sechs Zoll große Display und darunter wurde ein Home-Button angebracht. Mehr ist auf der Vorderseite nicht zu sehen, uns gefiel das moderne Gerät sehr gut. Angefertigt wurde das Gehäuse aus einem hochwertigen matten Kunststoff. Auf der Rückseite ist eine leicht erhabene Wabenstruktur erkennbar, sie bietet den Fingern einen sehr guten Halt. Angeboten wird der Kobo eReader in den Farben Weiß mit einer silbernen, hellblauen oder fliederfarbenen Rückseite sowie ganz in Schwarz. Die Verarbeitung des Kobo eReaders ist sehr gut, allerdings nicht so gut wie die Verarbeitung der Spitzengeräte wie beispielsweise der Sony Reader mit Aluminumgehäuse. Allerdings liegt der Kobo auch nicht in der hohen Preisklasse. An der Oberseite befindet sich der Ein- sowie Ausschalter, es ist ein Schieberegler, mit dem das Gerät auch in den Schlafmodus versetzt werden kann. An der linken Seite ist ein Slot für eine Speicherkarte und an der Unterkante liegt der USB-Anschluss. Das Lesegerät wiegt nur 185 Gramm. Im Vergleich zum Sony sowie dem Kindle 3, beides sind ebenfalls Touch-Geräte, wiegt der Kobo sehr wenig. Das flache Gerät hat die Maße 165x114x10 Millimeter und ist somit relativ klein. Beim Kobo Touch Test stellten wir zudem fest, dass der Reader sehr gut in der Hand liegt. Da sich die Bedienung des Touchscreens für Links- sowie für Rechtshänder einstellen lässt, kann er bequem mit einer Hand bedient sowie gehalten werden.

Der Kobo eReader verfügt über einen “800 MHz starken Freescale i.MX508 Prozessor” und übertrifft damit den Kindle 3 deutlich. Die Bedienung über den Touchscreen funktioniert aufgrund des Prozessors einwandfrei und zügig. Ausgestattet ist das Lesegerät zudem mit W-Lan B, G sowie N. Der interne Speicher besitzt zwar nur 1400 MB, er kann aber mithilfe einer Micro-SD Karte auf 32 Gigabyte erweitert werden. Dies ist ausreichend für eine Bibliothek von etwa 30.000 Büchern. Allerdings wurde beim Kobo eReader auf eine Audiounterstützung vollkommen verzichtet. Trotz der einfachen Hardwareausstattung gibt es beim Kobo Touch viele Softwarefeatures beispielsweise im Sozial-Networking sowie diverse Extras. Beim Display handelt es sich um ein eInk-Pearl Display, welches mit Neonode Infrarot-Sensoren für einen Touchscreen ausgestattet wurde. Durch die eInk-Pearl-Technologie wird “Tinte auf Papier” simuliert, dadurch ähnelt das Lesen am Reader dem Lesen eines normalen Buches. Der Blickwinkel des Bildschirms ist recht groß und auch bei hellem Licht ist die Schrift noch sehr gut lesbar. Die Auflösung des Displays beträgt 800×600 Pixel und er verfügt über 16 Graustufen. Außer den Standardformaten ePub sowie PDF werden auch die Dateiformate MOBI, RTF, TXT, HTML sowie CBZ und CBR angezeigt. Fast alle Bildformate, und zwar die Dateien JPG, PNG, GIF, TIFF sowie BMP werden unterstützt. Mit einer Akkuladung konnten wir etwa 1300 Seiten lesen.

Als einen winzigen Nachteil empfanden wir beim Gebrauch das Fehlen eines Buttons zum Umblättern. Speziell Viel-Leser dürfte es stören, wenn jedes Mal zum Umblättern ein Finger leicht über das Display geführt werden muss. Beim Lesen von über dreihundert Seiten kann es etwas lästig werden. Überzeugt hat uns aber das geringe Gewicht des Kobo eReaders, selbst bei stundenlangem Lesen schmerzt der Arm somit nicht. Kobo hat seinen Reader mit vielen Lese-Optionen ausgestattet. Zur Verfügung stehen allein 24 Schriftgrößen von sehr klein bis sehr groß. Gewählt werden kann zwischen acht Schriftarten, ebenso ist der Zeilenabstand frei wählbar. Außerdem können die Textausrichtung sowie auch die Randabstände frei gewählt werden, allerdings nur im ePub-Format. Dem Gerät ist anzumerken, dass es ein Buchersatz ist und keine Lücke zwischen Tablets und eBook Readern schließen soll. Die Handhabung ist ausgezeichnet, mit einem kleinen Wisch nach links oder rechts auf dem Bildschirm wird geblättert und durch einen Fingertipp auf dem Monitor wird das Optionsmenü aufgerufen. Beim Kobo Touch Test gab es keine Probleme, das Display reagierte immer sofort.

Über eine PDF-Reflow-Funktion verfügt der Kobo Reader leider nicht. Allerdings kann der Bildschirm zum Lesen von DINA4-Formaten gedreht werden. Zusätzlich lassen sich Ausschnitte aus PDF-Dokumenten mithilfe des Zoom-Modus vergrößern. Ein ausgewähltes Wort muss etwas drei Sekunden mit dem Finger berührt werden, danach wird es problemlos durch ein integriertes Wörterbuch übersetzt. Im Vergleich zu anderen Readern ist es etwas umständlicher. Markierte Textstellen können auch über Facebook kommentiert oder geteilt werden. Außerdem verfügen die Kobo Reader über eine Lesezeichen-, Markier- sowie Notizfunktion. Dafür steht eine virtuelle Tastatur zur Verfügung. Sämtliche Markierungen, Lesezeichen sowie Notizen können mit Cloud synchronisiert werden und stehen danach am PC zur Verfügung. Ebenso verfügt der Kobo Reader über eine Suchfunktion. Damit können geöffnete Dokumente nach Wörtern durchsucht werden. Ansprechend fanden wir im Kobo eReader Touch Test die Statistiken zum Leseverhalten. Mit diversen “Awards” wird das Lesen belohnt. Zusätzlich besitzt der Kobo Reader eine integrierte Hilfefunktion, die die Gebrauchsanweisung ersetzt, ein Sudoku-Spiel sowie ein Sketchbook. Das Sketchbook kann als Zeichenblock oder Notizblock benutzt werden. Verwaltet werden die Dokumente nach Kategorien wie beispielsweise Favoriten, Bücher, Leseproben oder Zeitungen sowie Magazine.

Testvideo zum Kobo Touch

Mit Hilfe des Testvideos könnt ihr Euch ein noch besseres Bild über den Kobo Touch machen:

Fazit nach unserem eBook Reader Test

Uns gefiel das Design des Kobo Touch sowie die gut gestaltete Startseite. Der Reader ist aufgrund des Touchscreens einfach zu bedienen. Der handliche und leichte Reader kann bequem auf Reisen mitgenommen werden. Außerdem besitzt er mit Reading Life nette Zusatzfunktionen. Durch die kostenlosen Apps für Android sowie iOS kann der Nutzer das Buch im Notfall auf dem Tablet oder Smartphone weiterlesen.

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