Kobo Glo Test

E-Reader erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. Spätestens seit der letzten IFA im September 2012 hat sich aber auch hier einiges getan. Zur neuen eBook-Reader-Generation gehört auch der Kobo Glo. Das Gerät überzeugt mit einem gestochen scharfen HD-Display und einem zusätzlich integriertem Leselicht. Wir haben daher den Kobo Glo Test gemacht und uns das Geräte etwas näher angesehen.

Kobo Glo eBook Reader

Design & Verarbeitung

Der Kobo Glo ist der Nachfolger des beliebten Kobo Touch. Jedoch muss man beim neuen Modell auf den Home-Button verzichten, wodurch der Glo nun auch rund einen Zentimeter kürzer geworden ist. Mit seinen Abmessungen von 157 x 114 x 10 Millimetern und einem Gewicht von knapp 185 Gramm gehört das Gerät zu den leichtesten Touchscreen eBook-Readern mit integrierter Beleuchtung. Äußerlich stören auf der Vorderseite keine haptischen Bedienelemente, so dass man sich hier voll und ganz auf das Lesen konzentrieren kann. Der Kobo Glo liegt ungemein gut in der Hand und besitzt einen fein ausbalancierten Schwerpunkt. Selbst ein einhändiges Lesen ist ermüdungsfrei möglich, zumal auch die gummierte Rückseite einen guten Gripp gewährleistet. Optisch macht der Kobo Glo einen wertigen und funktionalen Eindruck und konnte uns überzeugen.

Technik

Die technische Ausstattung ist vergleichbar mit der Vielzahl der aktuellen eBook-Reader. So besitzt der Kobo Glo einen 2 Gigabyte großen Speicher, der mittels MicroSD-Karte individuell erweitert werden kann. Schön gelöst ist die Tatsache, dass per Wlan auf den eBook-Store von Kobo zugegriffen werden kann. Hierüber kann man sich dann seine Wunschtitel auf den E-Reader übertragen.

Besonderes Augenmerk haben wir auf das 6 Zoll große eInk Pearl Display mit seiner Auflösung von 1.024 x 758 Pixeln gelegt. Viele Konkurrenten bieten hier noch den alten Standard von 800 x 600 Pixeln. Die eInk Pearl Technologie überzeugt mit einem erstklassig hellen Hintergrund und einem ausgezeichneten Schwarzwert. Immerhin gehört dieses Verfahren zu den zurzeit kontrastreichsten ePaper-Technologien und kommt bei allen guten E-Readern zum Einsatz. Hierdurch wird auch beim Kobo Glo ein solch scharfes Schriftbild erzeugt, das der eines gedruckten Buches in nichts nachsteht.

Im praktischen Leseeinsatz konnten wir im Kobo Glo Test eine gute Kantenglättung der einzelnen Buchstaben feststellen, so dass ein angenehmer Lesegenuss verzeichnet werden konnte. Ähnlich dem Vorgängermodell wird als Display ein Infrarot-Touchscreen von Neonode verwendet. Die jeweiligen Sensoren im Rahmen des eBooks sind für die Bildschirmberührung verantwortlich. Hierbei hat sich herausgestellt, dass diese nicht immer sehr exakt die gewünschten Befehle ausführen können. Erst wenn man das zweite Mal einen Befehl antippt, erfolgt die gewünschte Befehlsausführung.

Eine Neuerung stellt die integrierte Beleuchtung dar, die nicht nur für einen papierähnlichen weißen Hintergrund sorgt, sondern auch die schwarze Schrift gestochen scharf widergibt. Hierfür ist eine hauchdünne Lichtträgerfolie auf dem Display verantwortlich, die von fünf LEDs im Rahmen des E-Readers ausgeleuchtet wird.

Handhabung

Getestet haben wird den Kobo Glo mit und ohne Hintergrundbeleuchtung. Tendenziell kann man davon ausgehen, dass viele Besitzer dieses E-Readers wahrscheinlich auch bei Tageslicht die Beleuchtung eingeschaltet lassen. Dieses wird übrigens über den obenliegenden Knopf an der Geräteoberseite eingeschaltet. Das Schriftbild hält sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut in Grenzen. Geblättert wird übrigens durch Wischen oder Tippen auf dem Display. Werden Bücher im epub-Format verwendet, stehen dem Anwender noch zusätzliche Einstellungen, wie zum Beispiel Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstand, Schärfe, Ausrichtung des Textes, sowie Randbreite und Stärke zur Auswahl. 13 vorinstallierte Wörterbücher sind integriert und können bei Bedarf Erklärungen zu markierten Wörtern abgeben. Neben ePubs werden aber auch PDF-Dokumente problemlos verarbeitet und mit einer Lock-Funktion in gleicher Größe auf allen PDF-Seiten übertragen. Dank Adobe-DRM-Unterstützung können jedoch auch Bücher in anderen Formaten von anderen Herstellern eingelesen werden.

Funktionen & Besonderheiten

Zu den zusätzlichen Funktionen gehört zweifellos die integrierte Beleuchtung und die Möglichkeit, markierte Textstellen manuell mit eigenen Anmerkungen zu versehen. Hierbei haben wir festgestellt, dass die Markierung von Textpassagen ohne einen Eingabestift recht mühselig ist. Ebenso können diese Notizen auch nicht auf einen anderen Datenträger exportiert werden. Verständlicherweise handelt es sich beim Kobo Glo ja auch nicht um einen Tablet-PC.

Im Lieferumfang befindet sich einzig und allein ein passendes USB-Kabel, mit dem der E-Reader beispielsweise über einen PC aufgeladen werden kann. Dabei soll laut Hersteller die Akkulaufzeit bei gleichzeitig eingeschalteter Beleuchtung nicht unter 55 Stunden liegen. Das USB-Kabel dient auch zur Datenübertragung. Leider ist ein passendes Steckernetzteil, sowie eine passende Schutzhülle nicht vorhanden.

Kobo Glo Video Review

Fazit

In unserem Kobo Glo Test hat uns das Gerät mit seinem leichten und handlichen Design gut überzeugt. Die Darstellung auf dem hintergrundbeleuchteten Display ist ausgesprochen gut. Auch die hohe Akkulaufzeit macht diesen eBook-Reader zum idealen Reisebegleiter. Bücher lassen sich einfach per USB-Kabel vom PC übertragen oder man greift per Wlan direkt auf den Kobo-Büchershop zurück. Preislich liegt der E-Reader mit seinen 130 Euro im üblichen Rahmen für ein solch höherklassiges Gerät. Alles in allem kann man mit dem Kobo Glo nicht viel falsch machen.

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