Kobo Mini Test

Nachdem sich die 6″-Displays bei eReadern sozusagen als Standard etabliert haben, schickt Kobo mit seinem Kobo Mini einen kleineren eReader mit einem nur 5″ großen Display ins Rennen. Dieser Reader richtet sich an alle, die viel unterwegs sind und nicht immer einen großen Reader herumschleppen möchten. Wir haben den Kobo Mini für Euch getestet und die Ergebnisse in unserem Kobo Mini Test für euch zusammengefasst. Wir sagen Euch, ob der kleine eReader hält, was er verspricht und ob ein 5″ Display ausreichend für einen eReader ist.
eBook Reader Kobo Mini

Design & Verarbeitung

Der Kobo Mini wirkt wie eine geschrumpfte Version des größeren Bruders Kobo Glo. Mit nur 134 Gramm Gewicht und einer Abmessung von 102 x 133 x 10 mm könnt Ihr den Mini leicht in Eure Tasche stecken und überall mit hinnehmen. Auf der Außenseite befindet sich außer einem Knopf zum Ein-/und Ausschalten nur noch ein Micro-USB-Port, der zum Aufladen und übertragen von Büchern dient. Leider mussten wir bei unserem Kobo Mini Test feststellen das im Kobo Mini keine physikalischen Tasten, zum Umblättern der Seiten, verbaut sind. Auf diese hat Kobo wohl, aufgrund des verbauten Touchscreens, gänzlich verzichtet. Farblich ist der Kobo Mini ein kleines Chamäleon, ausgeliefert wird er in den Farben Schwarz und Weiß. Je nach Lust und Laune lässt sich die Abdeckung der Rückseite aber gegen andere Farben und Designs austauschen, die Ihr gesondert erwerben könnt.

Technik

Das 5″ große E-Ink-Touchscreen-Vizplex V110-Display gibt bis zu 16 Graustufen wieder und ist, durch den Verzicht auf Glas, vollkommen blendfrei. Speichertechnisch verfügt der Kobo Mini über 2 GB internen Speicher, von denen allerdings nur etwa 1 GB zu Eurer Verfügung steht. Somit lassen sich rund 1000 Bücher auf dem eReader speichern, für weitere Bücher steht vonseiten Kobos ein Cloudservice zur Verfügung. Die Bücher könnt ihr bequem per Wi-Fi oder über den USB-Port auf den eReader übertragen. Dabei unterstützt der Kobo Mini die folgenden Formate: EPUB, PDF, HTML, TXT, RTF, JPEG, PNG, GIF, TIFF, CBZ und CBR. Beim EPUB-Format seid Ihr nicht an Bücher aus dem Kobo-Shop gebunden, der eReader unterstützt alle freien eBooks und auch solche die per Adobe DRM geschützt sind. Für ein langes Lesevergnügen ist der Kobo Mini mit einem Akku ausgestattet, der je nach Leseverhalten eine Laufzeit von etwa einem Monat hat.

Handhabung

Die Bedienung des Kobo Mini ist denkbar einfach und intuitiv. Das Lesen auf dem kleineren Display ist zwar zuerst gewöhnungsbedürftig, lässt sich aber leicht an Eure persönlichen Bedürfnisse anpassen. Dazu stellt der Kobo Mini 7 Schriftarten und 24 Schriftgrößen zur Auswahl. Die Stärke und Schärfe der Schrift könnt Ihr, ebenso wie den Zeilenabstand und die Seitenränder, komplett nach Euren Bedürfnissen einstellen. Mit ein bisschen Experimentierfreude könnt Ihr auf diese Weise relativ schnell eine Einstellung finden, die eurem persönlichen Leseverhalten entspricht. Die Buchstaben erscheinen auf dem kleineren Display sogar etwas klarer als auf einigen der größeren Verwandten. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings der leichte Ghosting-Effekt, der auftreten kann, da der Kobo Mini nur etwa alle 6 Seiten einen kompletten Seitenneuaufbau durchführt. Das Ghosting fällt aber nicht so stark ins Gewicht wie bei anderen eReadern.

Funktionen & Besonderheiten

Kobo bietet seinen Kunden einen eigenen eBook-Store mit einer Auswahl von über 3 Millionen Titeln, von denen etwa eine Million kostenlos zur Verfügung steht. Über „Kobo Everywhere“ könne alle Kobo eBooks sicher im digitalen Bücherregal der Cloud gespeichert werden. Für schnelles Nachschlagen steht Euch ein integriertes Wörterbuch zur Verfügung. Einfach das fragliche Wort antippen und das Wörterbuch gibt Euch bereitwillig Auskunft. Ebenso einfach könnt Ihr Anmerkungen und Zitate per Textmarkierungsfunktion erstellen und diese per Facebook oder Twitter teilen. Für die Zeit zwischen Euren Lektüren sorgt ein eingebautes Sudoku-Spiel für kurzweilige Unterhaltung.

Fazit

Der Kobo Mini ist ein guter und interessanter eReader mit Potenzial. Er ist besonders für diejenigen unter Euch geeignet, die noch keinen eReader Ihr Eigen nennen und nicht zu viel Geld ausgeben möchten. Er ist handlich, leicht, preiswert und passt in jede Jacken- oder Hosentasche. Auch der parallele Betrieb des Minis zusammen mit einem größeren Kobo eReader wird Euch dank der Lesezeichnesynchronisierung keine größeren Probleme bereiten. Bei eReadern von anderen Herstellern ist die Synchronisierung natürlich nicht möglich und der parallele Betrieb wird Euch wahrscheinlich wenig Freude bereiten. Nach unserem Kobo Mini Test können wir Euch den Kobo Mini relativ bedenkenlos empfehlen. Er ist ein solider und vor allem preiswerter eReader, mit dem Ihr keine größeren Fehler machen könnt.

    Weitere Testberichte

  • TESTSIEGER: Kindle Paperwhite 4.5 von 5 Sternen Kindle PaperwhiteIn unserem aktuellen Kindle Paperwhite Test erfahrt ihr alles über die Stärken und Schwächen des beleuchteten eBook Readers von Amazon.
  • Sony PRS-T2 Test Sony PRS-T2 In unserem detaillierten Sony PRS-T2 Test findet ihr alle wichtigen Infos zum aktuellen eBook Reader von Sony.