TrekStor Pyrus Test

Das deutsche Unternehmen TrekStor hat bereits mehrere eBook Reader auf den Markt gebracht. Das neueste Gerät ist der eBook Reader Pyrus, die Firma wirbt mit einem digitalen Ink-Display sowie mit einer langen Akkulaufzeit. Zudem liegt der Preis für den eBook Reader Pyrus im unteren Bereich. Ob sich der Kauf dieses Gerätes lohnt, haben wir für Euch in unserem TrekStor Pyrus Test untersucht. Uns fiel auf, dass der TrekStor Pyrus auch unter dem Namen eBook Reader 4Ink über den Deutschen Buchhandel vertrieben wird.

TrekStor Pyrus / eBook Reader 4Ink

Beim TrekStor Pyrus verzichtete der Hersteller auf WLAN sowie auf eine MP3-Wiedergabe. Die Bücher können nur über einen PC geladen werden, das dazu benötigte Programm eReader Suite liegt versteckt im internen Gerätespeicher und es muss erst installiert werden. Dafür unterstützt das Gerät aber fast alle Formate, und zwar können mit dem Gerät die Dateien ePub, FB2, HTML, PDB, PDF, RTF sowie TXT gelesen werden. Ebenfalls werden die Bildformate GIF, BMP, jPEG, PNG sowie TIFF unterstützt. Somit können die eBooks von fast allen Herstellern gelesen werden.

Die Speicherkapazität des Geräts beträgt vier GB, also Platz für mehrere Tausend Bücher. Der interne Speicherplatz kann durch eine microSD oder microSDHC Karte erweitert werden. Die eBooks können einfach erworben werden und lassen sich durch einen PC auf den Reader übertragen. Allerdings mussten wir für elektronische Bücher mit dem DRM-Kopierschutz erst das “Adobe Digital Editions”, ein Verwaltungsprogramm installieren.

Bisher wurde von keinem Hersteller ein günstiger eBook Reader mit einem eInk-Display angeboten. Beim TrekStor Pyrus Test haben wir uns deshalb das TrekStor eigene Ink-Display genauer angesehen und mussten erkennen, dass es sich um ein Digital Ink Display und kein eInk-Display handelt. Aber auch das Digital Ink Display stellt die Schrift in Graustufen und papierähnlich dar. Der Vorteil eines Graustufen-Displays ist eine extrem lange Akku-Laufzeit, da es nicht mit LCD beleuchtet wird. Zudem stört kein direktes Sonnenlicht beim Lesen. Allerdings erfüllte der TrekStor Pyrus unsere Erwartungen in Hinsicht seines Ink-Displays nicht ganz. Die Schrift erwies sich als ausgefranst und kontrastarm. Zudem zeigte sich auf dem Bildschirm ein starker Ghosting-Effekt, sodass sich einige Buchseiten als “unleserlich” darstellten. Die vorhergehende Seite war im Hintergrund weiterhin sichtbar und überlagerte die neue Seite. Zudem flackerte die Seite beim Umblättern und verleidete uns das Lesevergnügen. Mit einer Größe von sechs Zoll, das digitale Ink-Display ist 90,5 mal 122 Millimeter groß, verfügt es über 600 x 800 Pixel.

Die Bedienung des eReaders erwies sich in unserem eBook Reader Test etwas schwierig. Der Hersteller hat beim Pyrus die Tasten zum Blättern an der rechten sowie an der linken Seite angebracht, sie sind gut für Linkshänder sowie für Rechtshänder zu bedienen. Unter dem Bildschirm befinden sich der Home-Button sowie Knöpfe für das Menü, “Zurück” und Tastatur. Das Fünfwege-Kreuz in der Mitte ist recht klein und etwas schwergängig. Diese Knöpfe sind direkt im Geräterahmen platziert und beim Bedienen drückten wir immer auf die scharfkantige Hervorhebung. Außerdem fiel uns beim TrekStor Pyrus Test auf, dass der eBook Reader über keine elektronische Textsuche verfügt. Lediglich für das TXT-Format steht eine Suche zur Verfügung. Bei Romanen wird sicher kaum eine Textsuche benötigt, aber für ein Sachbuch sollte sie eigentlich zur Verfügung stehen.

Beim Lesen liegt das 216 Gramm schwere Gerät, die Abmessungen betragen 16,7 mal 12,35 Zentimeter, es ist neun Millimeter dick, durch die Gummierung gut in der Hand. Die Bücher werden in der Bibliothek nach Autor, Titel sowie kürzlich gelesen geordnet. Eine Favoriten-Liste kann jeder für sich anlegen, die Angaben erfolgen dann über eine virtuelle Tastatur.

In den vielen Kundenrezensionen wurde vor allen Dingen das Preis-Leistungs-Verhältnis des TrekStor Pyrus gelobt. Momentan ist es das preiswerteste Gerät auf dem Markt. Die Kunden gaben dem eBook Reader durchweg vier bis fünf Sterne von fünf möglichen Sternen. Als besonders gut empfanden es die Kunden, dass das Gerät an keinen Buchladen, wie normal üblich bei vielen eBook Readern gebunden ist. Einig waren sich alle Kunden, dass mit dem TrekStor Pyrus Bücher gelesen werden können. Mit den Knöpfen hatten nur wenige Kunden Probleme und der Ghost-Effekt verschwindet mit einem Refresh nach jeder Seite. Allerdings waren sich alle Kunden einig, dass der TrekStor Pyrus nur zum Lesen gut geeignet ist. Textstellen können mit dem Gerät nicht markiert werden, außerdem verfügt das Gerät über kein Wörterbuch. Bemängelt wurde von den Kunden lediglich, dass es keine alternativen Schriften gibt. Bezeichnet wurde es in den Kundenrezensionen als solides Grundgerät zum Lesen, bei dem auf Spielereien verzichtet wurde.

Fazit

Nach unserem TrekStor Pyrus Test können wir uns den Rezensionen der Kunden anschließen. Besonders zeichnet sich der TrekStor Pyrus durch seinen günstigen Preis aus. Dafür muss der Kunde allerdings auf WLAN sowie auf Audio-Dateien verzichten. Die Textdarstellung ist relativ gut und papiernah. Bücher können in jedem Buchladen gekauft werden, der Kunde ist nicht wie bei den Kindle eBook Readern von Amazon an einen Laden gebunden. Allerdings funktioniert der Kauf nur über einen PC, dafür können die Bücher über den USB-Anschluss schnell auf den eBook Reader Pyrus heruntergeladen werden. Besser als die eReader Software Suite empfanden wir die alternative Software “Digital Editions” von Adobe. Für jeden der einen günstigen eBook Reader ohne viel Einstellungsmöglichkeiten sucht und auf den Bücherkauf unterwegs verzichten kann, ist der TrekStor Pyrus empfehlenswert.